Das hat Meik Ehlert auch noch nicht erlebt. UH-Adler hatte ihn darum gebeten, die Partie fünf Minuten später anfangen zu lassen, weil noch das „schwere Spiel“ von Sonntag in den Beinen stecke und sich die „Adler“ noch fünf Minuten länger warm machen wollten....(kein Witz). Und so pfiff (der äußerst schwache) Schiedsrichter Florian Pötter tatsächlich erst um 19.05 Uhr an.
Die Gastgeber mussten heute auf ihren besten Spieler vom Sonntag, Fabio Alves Vidal, verzichten. Außerdem fehlte hinten in der Abwehr der Rotgesperrte Hakan Öczelik und als sich nach knapp einer halben Stunde auch noch Harry Nadolny verletzte, konnte es eigentlich nur noch um Schadensbegrenzung gehen. Doch Condor tat sich dennoch lange Zeit sehr schwer. Unerklärlich schwache Standards (Bub: „Der Platz ist aber auch so uneben“) und eine miserable Chancenverwertung (Jan Pawletta, 19., und Nils Roschlaub, 45., vergaben Hunderprozentige) hielten UH bis zur Halbzeit im Spiel. Keeper Sascha Kleinschmidt bekam allerdings in der gesamten Partie nicht einen ernsthaften Ball aufs Tor, so dass eigentlich nie ein Zweifel am Weiterkommen des Oberligisten aufkam.
Nach dem Seitenwechsel sagte sich „Roschi“: „Aller guten Dinge sind Drei“. Die Hereingabe von Carlos Flores verpasste er knapp (57.) und sein Schuss aus der Drehung strich nur um Zentimeter am Pfosten vorbei (64.). Doch im dritten Versuch klingelte es: Flanke Flores, Kopfball Roschlaub, Tor (65.). Kurz danach etwas für den nächsten Slapstick-Film: Flores, El-Nemr und Roschlaub stehen zu Dritt vor Keeper Jo-Daniel Krohn, jeder gibt einen Schuss ab, alle scheitern nacheinander (68.)! Kurios. Bei den Hausherren schwanden die Kräfte, nun wurde das Fallbeil rausgeholt. Unnötige Härte kam in die Partie, Hitzkopf Heiner Twardawa hätte sich beinah zu einem Revanche-Foul hinreißen lassen. Schiri Pötter wurde leider nie Herr der Lage, war vom Anpfiff weg zu nachgiebig mit UH. Logische Folge der ungestümen Spielweise dann allerdings zwei (berechtigte) Foulelfmeter. Erst holzte Napoli Flores ziemlich übel um (80.), dann packte Juri Fritze gegen Jawla die Grätsche aus (84.). Beide Strafstöße wurden durch Neumann bzw. Krohn sicher zum 0:3-Endstand verwandelt.
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